Ein Händler sucht nach einer wirtschaftlicheren Versandlösung für Artikel zwischen zweihundert und tausend Gramm, die aktuell über das reguläre kleine Paketformat bei GLS und DPD verschickt werden. Bei einem Artikelpreis unter zehn Euro frisst das Porto einen unverhältnismäßig großen Anteil der Marge auf.
Warum sich in diesem Gewichtsbereich mehrere Formate überschneiden
Genau im Bereich zwischen etwa zweihundert Gramm und einem Kilogramm konkurrieren bei den meisten Anbietern mehrere unterschiedliche Sendungsformate miteinander, etwa das klassische Kleinpaket, spezialisierte Formate wie der Parcelletter, sowie in bestimmten Grenzen auch Briefformate. Welches Format tatsächlich am günstigsten ist, hängt stark von den genauen Maßen der Sendung ab, insbesondere der Höhe, da viele günstigere Formate eine maximale Höhe von etwa fünf bis acht Zentimetern vorschreiben.
Warum die Höhe der Sendung oft der entscheidende Faktor ist
In der Praxis zeigt sich, dass nicht das Gewicht allein, sondern vor allem die Verpackungshöhe darüber entscheidet, welches günstigere Format überhaupt genutzt werden kann. Eine Sendung, die knapp über der zulässigen Höhengrenze eines günstigeren Formats liegt, muss in die nächsthöhere, spürbar teurere Kategorie eingeordnet werden, selbst wenn Gewicht und Inhalt identisch mit einer knapp darunter liegenden Sendung sind.
Ein Format wie der Parcelletter bietet Tracking und Haftung ähnlich der Warenpost, ist aber auf eine maximale Höhe von etwa fünf bis sechs Zentimetern begrenzt. Wird diese Höhe überschritten, bleibt nur der Wechsel auf das nächsthöhere Kleinpaket-Format mit entsprechend höherem Preis.
Kommentar zur praktischen Formatwahl je nach Verpackungshöhe
Was sich aus der Verpackungsseite heraus optimieren lässt
Statt allein nach dem günstigsten Versandprodukt zu suchen, lohnt sich häufig eine Optimierung der eigenen Verpackung, um innerhalb der Höhengrenze eines günstigeren Formats zu bleiben. Eine flachere, speziell auf den jeweiligen Artikel zugeschnittene Verpackung kann den Unterschied ausmachen, ob eine Sendung im günstigeren oder im nächsthöheren Preisformat versendet werden muss.
Was praktisch weiterhilft
- Verfügbare Formate mehrerer Anbieter für den eigenen Gewichtsbereich systematisch vergleichen. Die Konditionen unterscheiden sich zwischen den Anbietern teils erheblich.
- Verpackungshöhe gezielt an die günstigste Formatgrenze anpassen. Oft entscheidet die Höhe, nicht das Gewicht, über die Versandkosten.
- Portokosten transparent in die Produktkalkulation einrechnen. Bei geringpreisigen Artikeln ist das Porto ein entscheidender Kostenfaktor.
- Sich ändernde Formatbezeichnungen und -grenzen der Anbieter im Blick behalten. Diese werden von den Versanddienstleistern gelegentlich angepasst.