Seit Einführung der EU-Produktsicherheitsverordnung GPSR berichten mehrere Amazon-Händler von einem hartnäckigen technischen Problem: Trotz vollständig hinterlegter Konformitätsdaten werden immer wieder Dutzende oder gar über hundert Angebote mit einer Compliance-Warnung markiert.
Auffällig ist dabei ein wiederkehrendes Muster: Nach einem erneuten Einreichen der Daten verschwinden zwar einige der Warnungen, gleichzeitig tauchen aber bei anderen, zuvor unauffälligen Angeboten neue Warnungen auf. Für betroffene Händler entsteht so der Eindruck einer nie endenden Schleife.
Für die eigene Praxis empfiehlt sich, GPSR-Warnungen nicht vorschnell als eigenen Fehler zu interpretieren, sondern zunächst systematisch zu dokumentieren, welche Angebote wann betroffen sind und ob die hinterlegten Daten tatsächlich vollständig und korrekt sind. Eine solche Dokumentation erleichtert die Kommunikation mit dem Amazon-Support erheblich.
Wer regelmäßig von diesem Problem betroffen ist, sollte zudem in einschlägigen Händlerforen und Fachgruppen nach vergleichbaren Erfahrungen suchen, da technische Fehler dieser Art häufig nicht auf einen einzelnen Händler beschränkt sind, sondern ein plattformweites Problem widerspiegeln, das leichter über den gebündelten Druck vieler betroffener Händler behoben wird.
Grundsätzlich zeigt der Fall, wie wichtig eine verlässliche technische Umsetzung neuer Compliance-Anforderungen durch die Marktplätze selbst ist. Für Händler bleibt bis zur endgültigen Behebung solcher Fehler nur die konsequente Dokumentation und der beharrliche Kontakt zum Support, um unnötige Sichtbarkeitsverluste zu vermeiden.