Amazon-Konto wegen DAC7 gesperrt: Was hinter der Bestätigungsaufforderung steckt

Ein Händler berichtet von einer zweiwöchigen Kontosperre im Zusammenhang mit einer DAC7-Bestätigungsaufforderung. Die eigenen Angaben wurden bereits überprüft und als korrekt bestätigt, dennoch bleibt der Account gesperrt, ohne dass der Support weiterführende Hilfe leistet.

Was DAC7 für Marktplätze bedeutet

Die europäische DAC7-Richtlinie verpflichtet digitale Plattformen, bestimmte Daten ihrer Verkäufer an die Finanzbehörden zu melden, etwa Umsätze und Identifikationsdaten. Um diese Meldepflicht korrekt erfüllen zu können, sind Plattformen verpflichtet, die entsprechenden Daten ihrer Händler vollständig und in einem bestimmten Format vorzuhalten, andernfalls drohen ihnen selbst Konsequenzen durch die Finanzverwaltung.

Warum eine bestätigte Prüfung die Sperre nicht automatisch aufhebt

Eine für den Nutzer erfolgreich abgeschlossene Bestätigung der eigenen Angaben löst nicht immer automatisch die technische Freischaltung des Kontos aus. Häufig bleibt ein weiterer, im ersten Moment übersehener Bearbeitungsschritt offen, etwa eine noch nicht bestätigte Detailseite innerhalb des Kontoinformationsbereichs, die separat aufgerufen und abgeschlossen werden muss.

Ein Blick auf die einzelnen verlinkten Unterseiten im Bearbeitungsbereich der Kontoinformationen hat bei mir weitergeholfen. Oft hängt es an einer einzelnen, leicht zu übersehenden Detailseite, nicht an der eigentlichen Hauptbestätigung.
Kommentar zur praktischen Lösung eines DAC7-bedingten Sperrfalls

Der häufigste konkrete Fehlerpunkt

Ein wiederkehrender Grund für anhaltende Sperren trotz vermeintlich vollständiger Bestätigung ist eine Abweichung zwischen den bei der Plattform hinterlegten Daten und den offiziell beim Finanzamt registrierten Angaben, etwa bei der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder der genauen Firmenadresse. Selbst kleine Abweichungen, etwa in der Schreibweise der Adresse, können zu einer automatisierten Ablehnung der Prüfung führen, ohne dass dies für den Nutzer auf den ersten Blick erkennbar ist.

Was praktisch weiterhilft

  • Alle verlinkten Unterseiten im Bearbeitungsbereich einzeln durchgehen. Der eigentliche Blockadepunkt liegt oft nicht auf der Hauptseite der Bestätigung.
  • Hinterlegte Daten exakt mit den amtlichen Angaben abgleichen. Bereits kleine Abweichungen bei USt-ID oder Adresse können die automatisierte Prüfung scheitern lassen.
  • Steuerberater bei Unklarheiten zur eigenen Registrierung einbeziehen. Er kann die amtlich hinterlegten Daten zuverlässig mit den Plattformangaben abgleichen.
  • Bei anhaltender Sperre trotz korrekter Daten schriftlich und mit klarer Fehlerbeschreibung eskalieren. Eine präzise Fehlerbeschreibung erhöht die Chance auf eine zügige Bearbeitung durch den Support.

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