Ein wiederkehrendes Ärgernis für viele Amazon-Händler ist die aus ihrer Sicht unzureichende Validierung von Kundenadressen beim Bestellvorgang. Bestellungen ohne Hausnummer oder mit offensichtlich unvollständigen Adressangaben kommen trotz jahrzehntelanger Marktpräsenz der Plattform weiterhin regelmäßig vor.
Für Händler bedeutet eine unvollständige Adresse konkreten zusätzlichen Aufwand: Rückfragen beim Kunden, mögliche Zustellprobleme und im schlimmsten Fall eine Stornierung, die je nach Situation negative Auswirkungen auf Performance-Kennzahlen des eigenen Verkäuferkontos haben kann.
Aus Sicht vieler Händler wäre eine einfache technische Plausibilitätsprüfung, etwa ob im Adressfeld überhaupt eine Zahl als Hausnummer vorhanden ist, mit vertretbarem Aufwand umsetzbar und würde spürbar zur Reduzierung von Zustellproblemen beitragen.
Solange eine solche systemseitige Verbesserung ausbleibt, bleibt Händlern nur, eigene Kontrollmechanismen vor dem Versand einzubauen, etwa eine automatisierte Prüfung eingehender Bestellungen auf offensichtlich unvollständige Adressfelder, um Zustellprobleme frühzeitig zu erkennen und proaktiv beim Kunden nachzufragen, statt eine fehlerhafte Zustellung erst im Nachhinein zu bemerken.