Betrugsmasche mit gefälschten Universitäts-Bestellungen: Vorsicht bei angeblichen Behördenaufträgen

Mehrere Online-Händler berichten von einer Betrugsmasche, bei der Bestellungen scheinbar im Namen einer Universität eingehen, versehen mit einem gefälschten offiziellen Siegel auf der zugehörigen Bestell-PDF. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sind bereits mehrere hundert Schadensfälle bekannt geworden.

Solche Betrugsmaschen mit vermeintlich seriösen institutionellen Absendern wie Universitäten, Behörden oder größeren öffentlichen Einrichtungen sind für Händler besonders tückisch, weil ein offizieller Name und ein professionell wirkendes Dokument das übliche Misstrauen bei ungewöhnlichen Bestellungen häufig herabsetzen.

Wer eine Bestellung erhält, die vermeintlich von einer öffentlichen Einrichtung stammt, sollte grundsätzlich unabhängig vom vorgelegten Dokument die Echtheit über einen separaten, selbst recherchierten Kontaktweg verifizieren, etwa durch einen Anruf bei der offiziell im Internet auffindbaren Zentrale der Institution.

Auffällige Warnsignale sind unter anderem ungewöhnlich große Bestellmengen, eine abweichende Lieferadresse gegenüber der offiziellen Institutionsadresse, sowie eine auffällige Dringlichkeit bei der gewünschten Lieferzeit, die einen Vorabversand ohne vorherige Zahlung erzwingen soll.

Für die eigene Absicherung lohnt sich zudem der Blick in aktuelle Warnmeldungen der Polizei sowie in einschlägige Händlerforen, da solche Betrugsmaschen häufig zunächst in einer bestimmten Branche oder Region auftreten, bevor sie sich weiter verbreiten. Ein schneller Informationsaustausch innerhalb der Händlerschaft kann helfen, ähnliche Schadensfälle bei anderen Unternehmen frühzeitig zu verhindern.