Für Online-Händler mit überschaubarem Geschäftsmodell, etwa ausschließlich Lagerung und Versand aus Deutschland ohne internationale Registrierungen, stellt sich zunehmend die Frage, ob sich die laufende Buchhaltung mit einem geeigneten Tool selbst erledigen lässt, statt diese vollständig an eine Steuerkanzlei auszulagern.
Für ein solches, vergleichsweise einfaches Geschäftsmodell kommen grundsätzlich mehrere gängige Buchhaltungstools infrage, deren Eignung sich vor allem an der Qualität der Amazon-Anbindung, der Übersichtlichkeit der Belegverarbeitung und der Kompatibilität mit der eigenen Steuerkanzlei entscheidet.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einer vollständigen Buchhaltungssoftware und einem reinen Beleg-Vorbereitungstool: Wer die eigentliche Erstellung der Steuererklärungen weiterhin bei der Steuerkanzlei belassen möchte, benötigt vor allem eine saubere, automatisierte Vorbereitung der Belege statt einer vollumfänglichen Buchhaltungslösung.
Wer den Umstieg auf eine eigene Buchhaltungslösung plant, sollte diesen Schritt eng mit der eigenen Steuerkanzlei abstimmen, um sicherzustellen, dass die gewählte Software die von der Kanzlei benötigten Datenformate und Auswertungen tatsächlich liefert, statt nach der Umstellung feststellen zu müssen, dass zusätzlicher manueller Nacharbeitsaufwand entsteht.