ChatGPT wird zum digitalen Shopping-Assistenten: Was Online-Händler jetzt beachten sollten

OpenAI hat ChatGPT um eine Shopping-Funktion erweitert, die es Nutzern erlaubt, direkt im Chat nach Produkten zu suchen, Empfehlungen zu erhalten und in manchen Fällen sogar Käufe anzustoßen. Für den Onlinehandel könnte das mittelfristig einen weiteren, völlig neuen Einstiegspunkt in die Customer Journey bedeuten, neben klassischer Suchmaschine, Marktplatz und Social Media.

Für Händler stellt sich damit die Frage, wie die eigenen Produktdaten künftig auch für KI-gestützte Assistenten optimal aufbereitet werden können, ähnlich wie es bislang für klassische Suchmaschinenoptimierung geschieht. Strukturierte, präzise und aktuelle Produktinformationen dürften dabei ein zentraler Erfolgsfaktor werden, damit ein KI-System das eigene Sortiment überhaupt korrekt erfassen und empfehlen kann.

Ob und in welchem Umfang sich dieses neue Einkaufsverhalten tatsächlich durchsetzt, lässt sich aktuell noch nicht abschließend beurteilen. Die grundsätzliche Richtung ist jedoch klar erkennbar: KI-Systeme werden zunehmend auch Teil der Kaufentscheidung, nicht nur bei der reinen Informationssuche.

Für Online-Händler lohnt es sich schon jetzt, die eigene Produktdatenqualität, etwa vollständige und präzise Produktbeschreibungen, technische Daten und aktuelle Verfügbarkeiten, konsequent zu pflegen, da genau solche strukturierten Daten die Grundlage für eine gute Sichtbarkeit in KI-gestützten Shopping-Assistenten bilden dürften.

Wer frühzeitig beginnt, die eigene Sichtbarkeit auch außerhalb klassischer Suchmaschinen und Marktplätze zu überdenken, etwa durch strukturierte Daten nach gängigen Standards, dürfte von einer zunehmenden Bedeutung KI-gestützter Einkaufsassistenten mittelfristig eher profitieren als überrascht zu werden.