Viele Online-Händler berichten Jahr für Jahr von denselben wiederkehrenden Problemen bei DHL während der Sommerferienzeit: Ferienaushilfen, die mit unbekannten Zustellgebieten kämpfen, strengere interne Vorgaben zum Klingeln an der Haustür, sowie eine spürbar sinkende Zustellqualität insgesamt.
Parallel dazu berichten Händler von auffällig häufigen Rücksendungen in dieser Zeit, was für manche den Eindruck erweckt, als sei die Rücksendung für den Versanddienstleister inzwischen zu einem eigenen, durchaus einträglichen Geschäftsmodell geworden. Hinzu kommen saisonal bedingte Einschränkungen bei privaten Postfilialen, die wegen Personalmangels unregelmäßig geöffnet haben oder mit ungeschultem Personal arbeiten.
Für Händler mit hohem Versandaufkommen lohnt sich eine realistische saisonale Planung: Wer weiß, dass die Zustellqualität in den Sommermonaten typischerweise abnimmt, kann Kunden proaktiv über mögliche Verzögerungen informieren und dadurch unnötige Beschwerden und negative Bewertungen von vornherein reduzieren.
Auch der punktuelle Ausweichgriff auf einen zweiten Versanddienstleister für die Hauptferienzeit kann sinnvoll sein, insbesondere wenn die eigene Erfahrung zeigt, dass ein bestimmter Anbieter in dieser Phase regelmäßig deutlich schlechter performt als im restlichen Jahr.
Eine systematische Dokumentation der eigenen saisonalen Zustellstatistiken über mehrere Jahre hinweg hilft zudem, wiederkehrende Muster objektiv zu belegen und bei den jährlichen Konditionsverhandlungen mit dem eigenen Versanddienstleister mit konkreten Zahlen zu argumentieren, statt sich auf ein rein gefühltes Erfahrungsbild zu verlassen.