Zum 1. Juli wurde bei DHL eine neue Preisstruktur für Geschäftskunden eingeführt, die auf mehreren Ebenen gleichzeitig ansetzt. Neu ist unter anderem eine zusätzliche Monatspauschale, die je nach Sendungsvolumen unterschiedlich hoch ausfällt, obwohl sie offiziell unabhängig von der Anzahl der eingelieferten Sendungen berechnet werden soll.
Ebenfalls neu: Die Option GoGreen Plus wird künftig standardmäßig für jede Sendung aktiviert und mit einem Zuschlag versehen. Wer das nicht möchte, muss die Option aktiv in den eigenen Kontoeinstellungen deaktivieren. Für Privatkunden wäre eine solche automatische Aktivierung einer kostenpflichtigen Zusatzoption unzulässig, im B2B-Geschäft ist sie derzeit möglich.
Hinzu kommt ein neuer Peak in Peak Zuschlag für die verkaufsstarke Black Week, zusätzlich zum bereits bestehenden Peak-Zuschlag für November und Dezember. Gleichzeitig wurden die einzelnen Paketpreise im nationalen Versand bis 10 Kilogramm leicht gesenkt, was den Gesamteffekt auf den ersten Blick abmildert.
Für Händler mit stabilen oder nur leicht schwankenden Versandmengen bedeutet die Kombination aus Monatspauschale und zusätzlichen Zuschlägen unterm Strich in aller Regel höhere Gesamtkosten. Es lohnt sich deshalb, die eigene Versandkalkulation nach jeder größeren Preisänderung neu durchzurechnen, statt sich allein auf die kommunizierten Einzelpreissenkungen zu verlassen.
Wer die automatische Aktivierung von GoGreen Plus nicht wünscht, findet die entsprechende Widerrufsmöglichkeit in den Konfigurationseinstellungen des eigenen DHL Geschäftskundenkontos. Ein regelmäßiger Blick in die eigenen Vertragskonditionen und Zuschlagslisten hilft, unerwartete Kostensteigerungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.