Enttäuschendes Weihnachtsgeschäft auf Amazon trotz höherer Werbeausgaben

Ein Händler berichtet von einem für ihn ernüchternden Weihnachtsgeschäft auf Amazon: Statt der in den Vorjahren üblichen deutlichen Umsatzverdopplung im Dezember lag der Zuwachs in diesem Jahr trotz spürbar höherer Werbeausgaben nur bei rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, an manchen Tagen sogar unter dem Vorjahresniveau.

Für einzelne Händler ist eine solche Entwicklung naturgemäß schwer eindeutig zu erklären, da zahlreiche Faktoren gleichzeitig wirken können, etwa eine allgemeine Kaufzurückhaltung, verändertes Kundenverhalten durch neue Plattformfunktionen wie Preistransparenz-Features, oder auch eine zunehmende Marktsättigung in bestimmten Produktkategorien.

Für die eigene Einordnung lohnt sich ein Vergleich mit anderen Vertriebskanälen und, sofern zugänglich, mit allgemeinen Branchenzahlen zum Weihnachtsgeschäft im Onlinehandel, um zu unterscheiden, ob es sich um ein plattformspezifisches oder ein branchenweites Phänomen handelt.

Wer über mehrere Jahre hinweg ein Muster sinkender Wirksamkeit von Werbeausgaben bei gleichzeitig steigenden Kosten feststellt, sollte das zum Anlass nehmen, die eigene Kanalstrategie kritisch zu überprüfen und stärker in eigene, plattformunabhängige Kundenbeziehungen zu investieren, statt sich in der Hochsaison allein auf höhere Werbebudgets auf einem einzelnen Marktplatz zu verlassen.