Es ist ein Schock für jeden Online-Händler: Der eigene, mit viel Aufwand aufgebaute Shop wird von Betrügern kopiert, häufig inklusive Design, Produktbildern und Firmendaten, um Kunden über einen täuschend echt wirkenden Fake-Shop zur Vorauskasse zu bewegen.
Für die eigene Marke bedeutet das ein doppeltes Risiko: Zum einen entstehen finanzielle Schäden bei den getäuschten Kunden, die im schlimmsten Fall den eigentlichen Händler für den Betrug verantwortlich machen. Zum anderen kann der Ruf der eigenen Marke erheblich leiden, wenn Betroffene öffentlich schlechte Erfahrungen mit einem vermeintlich echten Shop teilen.
Wer einen Fake-Shop mit den eigenen Daten entdeckt, sollte zügig mehrgleisig vorgehen: Anzeige bei der Polizei erstatten, den Registrar der betrügerischen Domain kontaktieren, eine Meldung an Verbraucherschutzorganisationen und Warnportale abgeben und die eigenen Kunden aktiv über offizielle Kanäle informieren, um Verwechslungen vorzubeugen.
Zusätzlich empfiehlt sich, die eigene Domain und wichtige Markennamen defensiv zu registrieren, etwa in gängigen alternativen Schreibweisen und Top-Level-Domains, um es Betrügern zu erschweren, naheliegende Domains für einen Fake-Shop zu nutzen.
Ein regelmäßiger Suchmaschinen-Check des eigenen Firmennamens in Kombination mit Begriffen wie Erfahrungen, Betrug oder Fake-Shop kann helfen, eine betrügerische Kopie frühzeitig zu entdecken, bevor größerer Schaden bei Kunden und am eigenen Markenimage entsteht.