Ein wenig beachtetes, aber potenziell teures Problem betrifft FBA-Händler ohne eigene UK-Steuernummer und ohne Partner in Großbritannien: Kauft ein britischer Kunde Ware über einen anderen Marktplatz, etwa den deutschen, und sendet diese zurück, landet die Rücksendung häufig automatisch in einem britischen Lager.
Dort entstehen dann monatlich Lagergebühren, bis die Ware entweder verrottet oder auf Kosten des Händlers vernichtet werden muss. Der Versand der Ware nach Großbritannien funktioniert über Amazons Logistik in solchen Fällen häufig reibungslos, während die Rücksendung an das ursprüngliche deutsche Lager offenbar deutlich schwerer zu bewerkstelligen ist.
Für betroffene Händler, die selbst weder eine UK-Steuernummer noch eine eigene Lagerlösung in Großbritannien besitzen, kann sich dieses Problem über die Zeit zu einem spürbaren, versteckten Kostenfaktor summieren, ohne dass der eigentliche Warenwert dabei zurückgewonnen werden kann.
Die naheliegende Lösung besteht darin, den Versand von Ware nach Großbritannien in den eigenen FBA-Einstellungen konsequent zu deaktivieren, sofern man selbst keine entsprechende steuerliche und logistische Infrastruktur für den britischen Markt vorhält.
Wer bereits Ware im britischen FBA-Lager gestrandet hat, sollte frühzeitig mit dem Amazon-Verkäuferservice in Kontakt treten, auch wenn die praktischen Erfahrungen zeigen, dass eine Rückführung der Ware oft nur schwer durchzusetzen ist. Präventiv ist die frühzeitige Deaktivierung des britischen Versands in jedem Fall die sicherere Option.