Jahrelanger Streit um einen nie zugestimmten Vertrag: Eine Lehre zum Umgang mit Inkassoforderungen

Ein Händler berichtet von einem langwierigen Konflikt mit einem Dienstleister für Rechnungs- und Auftragsabwicklung: Nach eigener Darstellung wurde er ohne aktive Zustimmung in einen langlaufenden Vertrag übernommen, konnte aber trotz zahlreicher Nachfragen nie einen Nachweis für die angebliche vertragliche Grundlage erhalten.

Nach dem Widerruf des Lastschriftmandats erhielt der Händler weiterhin Rechnungen, gefolgt von Mahnungen und schließlich der Übergabe der Forderung an ein Inkassobüro. Erst im Kontakt mit dem Inkassobüro stellte sich heraus, dass sich die Forderung auf einen deutlich älteren Vertrag aus einem anderen Jahr bezog als ursprünglich kommuniziert.

Nachdem der Händler dem Inkassobüro mitteilte, dass auch dieser ältere Vertrag bereits gekündigt worden war, wurde das Mahnverfahren nach einiger Zeit eingestellt, ohne dass eine Begründung für die Einstellung mitgeteilt wurde, was aus Sicht des Händlers darauf hindeutet, dass auch dem Inkassobüro kein belastbarer Nachweis für ein bestehendes Vertragsverhältnis vorlag.

Für Unternehmen, die mit einer Forderung konfrontiert werden, deren vertragliche Grundlage unklar ist, zeigt dieser Fall die Wichtigkeit, konsequent einen konkreten Nachweis der behaupteten Vertragsgrundlage einzufordern, bevor eine Zahlung erfolgt, und ein Lastschriftmandat notfalls zu widerrufen, wenn eine solche Grundlage trotz mehrfacher Nachfrage nicht belegt werden kann.