Ein Händler kritisiert einen weiteren DHL-Zuschlag, der sich an bestimmten Ölpreis-Referenzwerten orientiert, deren konkrete Festlegung aus Kundensicht so gewählt erscheint, dass der Zuschlag über einen langen Zeitraum bestehen bleibt, unabhängig von tatsächlichen Marktschwankungen beim zugrunde liegenden Rohstoffpreis.
Für Versandkunden ist bei solchen an externe Indizes gekoppelten Zuschlägen häufig schwer nachvollziehbar, wie genau die zugrunde liegenden Referenzwerte und Berechnungsformeln tatsächlich funktionieren, was eine eigenständige Überprüfung der Angemessenheit erschwert.
Gerade bei Zuschlägen, die formal an einen schwankenden Marktpreis gekoppelt sind, praktisch aber kaum je zu einer spürbaren Entlastung führen, entsteht bei Kunden der Eindruck einer versteckten, dauerhaften Preiserhöhung unter dem Deckmantel einer marktbasierten Anpassung.
Für die eigene Versandkalkulation empfiehlt sich, sämtliche variablen Zuschläge des eigenen Versanddienstleisters über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren und regelmäßig zu prüfen, ob sich diese tatsächlich im Einklang mit der Entwicklung der jeweils referenzierten Marktpreise bewegen, um im Rahmen von Vertragsverhandlungen mit konkreten Zahlen statt mit einem allgemeinen Störgefühl argumentieren zu können.