Eine detaillierte Prüfung der eigenen DHL-Rechnungen nach einer angekündigten Preisanpassung zeigt bei einem Händler mehrere zusätzliche, teils rückwirkend berechnete Positionen, darunter Rückführungsgebühren für Non-EU-Luftfracht, eine gesonderte Kleinpaket-Rückführungsgebühr sowie Nichteinlieferungsgebühren.
Verschärft wird die Situation durch eine als intransparent empfundene Kommunikation im Support-Prozess: Kundenanfragen zu einzelnen Rechnungspositionen werden teils mit dem Hinweis beantwortet, der Support habe selbst keinen Zugriff auf die zugrunde liegenden Abrechnungsdaten, was die Klärung einzelner Positionen erheblich erschwert.
In der Folge bleiben nach Erfahrung betroffener Händler viele Erstattungsanträge unbearbeitet liegen, während die zusätzlichen Gebühren regulär weiterberechnet werden, was für Händler mit größerem Versandvolumen über die Zeit zu einem erheblichen, schwer nachvollziehbaren Kostenblock werden kann.
Für die eigene Kostenkontrolle empfiehlt sich eine systematische, positionsgenaue Prüfung aller DHL-Rechnungen nach jeder größeren Preisanpassung, verbunden mit einer schriftlichen Dokumentation aller unklaren oder augenscheinlich fehlerhaften Positionen, um bei einer Eskalation über den regulären Support hinaus, etwa über den zuständigen Vertriebsleiter, eine belastbare Argumentationsgrundlage zu haben.