Umfirmierung zur GmbH mitten im Weihnachtsgeschäft: Wenn Amazon das Konto sperrt

Ein Wechsel von Einzelunternehmen zu GmbH bringt zwangsläufig eine neue Steuernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer mit sich, die auch bei Amazon aktualisiert werden müssen. Ein Händler berichtet, wie eine bewusst auf die Zeit nach Weihnachten verschobene Aktualisierung dennoch zu einer plötzlichen Kontosperre führte.

Amazon sperrte das Konto mitten im Weihnachtsgeschäft wegen eines vermeintlichen Verstoßes gegen umsatzsteuerliche Vorgaben, noch bevor die geplante Aktualisierung überhaupt begonnen wurde. Der anschließende Versuch, das Konto durch Übermittlung der neuen Firmendaten zu entsperren, scheiterte zunächst an einem technischen Problem bei der Adressvalidierung im entsprechenden Formular.

Trotz zahlreicher Telefonate und E-Mails mit dem Account-Health-Support blieb das Problem über Tage ungelöst, während gebuchte Ware unverkäuflich im Lager lag und ein hoher Betrag auf dem Konto eingefroren blieb.

Für Unternehmen, die eine Umfirmierung planen, zeigt dieser Fall, wie riskant ein Aufschub der plattformseitigen Datenaktualisierung in verkaufsstarke Phasen sein kann. Auch wenn die naheliegende Überlegung war, das Weihnachtsgeschäft nicht durch eine Umstellung zu gefährden, empfiehlt sich in der Praxis eher das Gegenteil: Firmendatenänderungen frühzeitig und außerhalb der eigenen Hochsaison anzustoßen, um im Falle technischer Probleme ausreichend Zeit für deren Klärung zu haben.