Nach der Umstellung auf den neuen Auszahlungszyklus DD+7 berichten mehrere langjährige Amazon-Händler von unerwartet niedrigen täglichen Auszahlungsbeträgen, die in keinem Verhältnis zum tatsächlichen täglichen Versandvolumen stehen.
Ein Händler mit jahrelanger Verkaufshistorie und ohne eigene Lager- oder Langzeitlagergebühren berichtet etwa von einem Auszahlungsbetrag von nur rund 119 Euro an einem Tag, obwohl täglich Ware im Wert von mehreren tausend Euro verschickt wird und Werbekosten direkt vom Konto abgebucht werden.
Für Händler, die selbst versenden und entsprechend regelmäßig Liquidität für Verpackungsmaterial, Versandkosten und laufenden Wareneinkauf benötigen, kann eine solche Diskrepanz zwischen tatsächlichem Umsatz und verfügbarer Auszahlung zu echten kurzfristigen Liquiditätsproblemen führen.
Für die eigene Liquiditätsplanung empfiehlt sich, nach einer Umstellung auf DD+7 die tatsächlichen täglichen Auszahlungsbeträge über einen längeren Zeitraum genau zu beobachten und mit dem eigenen Zahlungsverkehr abzugleichen, statt sich auf die ursprünglich kommunizierten Regelfristen von 14 bis 21 Tagen bis zur Normalisierung zu verlassen. Wer merkt, dass die Auszahlungslogik dauerhaft nicht zum eigenen Geschäftsmodell passt, sollte das aktiv über den Verkäufer-Support ansprechen und dokumentieren.