Taxdoo stellt Umsatzsteuer-Service ein: Welche Alternativen betroffene Online-Händler jetzt prüfen sollten

Der Anbieter Taxdoo, der viele Jahre lang als Dienstleister für die grenzüberschreitende Umsatzsteuer-Compliance im E-Commerce bekannt war, beendet seinen entsprechenden Service. Für zahlreiche Onlinehändler, die diesen Dienst über Jahre genutzt haben, kommt diese Nachricht überraschend und macht kurzfristiges Handeln erforderlich.

Wer bislang auf einen solchen automatisierten Umsatzsteuer-Service für den grenzüberschreitenden Versand innerhalb der EU gesetzt hat, sollte sich zeitnah nach vergleichbaren Anbietern umsehen, um Lücken bei der laufenden Umsatzsteuer-Meldung zu vermeiden. Ein nahtloser Übergang ist wichtig, da Meldepflichten in den einzelnen EU-Ländern unabhängig vom eigenen Dienstleister weiterlaufen.

Bei der Auswahl eines neuen Anbieters lohnt sich ein genauer Vergleich hinsichtlich der unterstützten Länder, der Integration in die eigene Warenwirtschaft und der tatsächlichen Kosten, da sich die Anbieterlandschaft für internationale Umsatzsteuer-Compliance in den vergangenen Jahren spürbar verändert hat.

Gerade für kleinere Händler, die nur in wenigen zusätzlichen Ländern registriert sind, kann sich auch eine direkte Zusammenarbeit mit der eigenen Steuerberatung oder spezialisierten Fiskalvertretern als praktikable Alternative anbieten, statt zwingend auf ein weiteres automatisiertes Software-Tool zu setzen.

Unabhängig von der konkreten Wahl gilt: Wer von der Einstellung des Services betroffen ist, sollte den Wechsel nicht auf die lange Bank schieben. Lücken bei der Umsatzsteuer-Compliance im grenzüberschreitenden Versand können schnell zu Nachzahlungen oder Bußgeldern in den betroffenen Ländern führen.