Ein Unternehmen beschreibt eine mehr als eineinhalbjährige Suche nach der passenden Unternehmenssoftware, die von verschiedenen etablierten Anbietern schließlich bei einer umfassenden All-in-one-Plattform landete. Auch dort zeigt sich: Für die meisten Standardanforderungen funktioniert die Lösung gut, sobald es aber um spezifischere Anforderungen geht, stößt sie an Grenzen.
Konkret genannt werden dabei Bereiche wie Kundenkommunikation mit sauberer Messenger-Integration, vorbereitende Buchhaltung, interne und externe Dokumentation, ein Dokumentenmanagementsystem, Projektmanagement, Zeiterfassung, klassische Bürokommunikation und Telefonie, für die teils weiterhin spezialisierte Einzellösungen neben der All-in-one-Plattform im Einsatz bleiben.
Der entscheidende Vorteil einer solch langwierigen Suche liegt weniger im gefundenen Endergebnis als im gewonnenen Verständnis der eigenen tatsächlichen Anforderungen: Nach diesem Prozess weiß das Unternehmen sehr genau, was tatsächlich benötigt wird und wo eine All-in-one-Lösung aus Kompromissgründen an ihre Grenzen stößt.
Für Unternehmen, die vor einer ähnlichen Softwareentscheidung stehen, lohnt sich zunächst eine strukturierte Auflistung der eigenen Kernanforderungen je Funktionsbereich, bevor überhaupt eine konkrete Software-Evaluierung beginnt. Moderne Automatisierungswerkzeuge erleichtern zudem zunehmend die Verknüpfung mehrerer spezialisierter Einzeltools, sodass eine reine All-in-one-Lösung heute seltener zwingend erforderlich ist als noch vor einigen Jahren.