Progressive Web Apps

Web Apps: Warum ich davon nicht mehr überzeugt bin

Bei Web Apps handelt es sich um eine Kombination aus einer responsiven Website und einer App, die direkt über den Browser aufgerufen und zusätzlich auf allen App Portalen zum Download angeboten werden kann.

Früher fand ich dieses Konzept richtig stark. Man konnte damit schnell und günstig eine App an den Start bringen, ohne den Aufwand einer nativen Entwicklung.

Heute sehe ich das anders.

User wollen immer seltener überhaupt eine App installieren. Und wenn diese App am Ende nur den Browser emuliert, bleibt für mich kaum noch echter Mehrwert übrig.

Klar, technisch überzeugen Web Apps trotz deutlich günstigerer Programmierung gegenüber nativen Apps mit einem ähnlich breiten Funktionsumfang. Animated Splash Screens, Slide Menus und Notification Panels sind alle mit dabei.

Und dieselbe Codebasis läuft auf Android, iOS, Windows, Linux, macOS, Chrome OS sowie in Chrome, Firefox, Safari und Edge.

Durch die Einlistung in den App Stores steigt zudem das Global Ranking. Mit einer Admob Ads Integration lässt sich zusätzliche Werbung einblenden, und die App User eignen sich hervorragend zur Targetierung.

Nur ändert das nichts an der Kernfrage: Wenn eine App am Ende nur eine verpackte Website ist, warum sollte jemand sie sich überhaupt noch laden?

Anbieter für diesen Ansatz gibt es einige, zum Beispiel SWOO Digital und weitere Agenturen, die Web Apps als Dienstleistung anbieten.

Meine Empfehlung: Lieber in eine starke, schnelle Website investieren als in eine App, die am Ende nur eine Website in Verkleidung ist.