Agentur verdreifacht die Klickkosten: Warum man vor jedem Zugriff ein Backup braucht

Ein Händler berichtet von einem teuren Lehrstück: Nachdem er einer Agentur Zugriff auf seine Google-Shopping-Kampagnen gewährt hatte, stiegen die Kosten pro Conversion von etwa 2,48 Euro auf 7,35 Euro, jeweils im Mittel über zwei Monate. Zuvor waren die Kosten über lange Zeit konstant auf niedrigem Niveau.

Verschärft wurde die Situation dadurch, dass die Agentur zunächst um Geduld bat, später gar nicht mehr reagierte und keine Verantwortung für das Ergebnis übernahm, während für den Aufwand rund 1.100 Euro in Rechnung gestellt wurden.

Der aus Sicht des Betroffenen entscheidende eigene Fehler: Vor der Freigabe des Zugriffs wurde kein Backup der bestehenden, funktionierenden Kampagnenstruktur angelegt, sodass sich der ursprüngliche Zustand nach den Änderungen nicht ohne Weiteres wiederherstellen ließ.

Für Händler, die Werbekonten an externe Dienstleister übergeben, ist genau das die wichtigste praktische Lehre: Vor jeder Freigabe sollte der bestehende Zustand vollständig dokumentiert werden, etwa durch einen Export sämtlicher Kampagnen, Anzeigengruppen, Gebotsstrategien und Keywords sowie durch einen Screenshot der wichtigsten Leistungskennzahlen der letzten Monate als Referenzwert.

Ebenso sinnvoll ist eine schriftliche Vereinbarung darüber, welche Änderungen ohne Rücksprache vorgenommen werden dürfen, verbunden mit einem klar definierten Prüfzeitpunkt nach vier bis sechs Wochen. Wer zusätzlich die Änderungshistorie im Werbekonto regelmäßig einsieht, erkennt problematische Eingriffe frühzeitig, statt erst nach Monaten anhand der Kostenentwicklung.