Nach einem Amazon-Katalog-Update berichtet ein Händler von einem massiven Zuordnungsfehler: Tausende korrekt vergebene und bei GS1 registrierte EANs wurden falschen ASINs zugeordnet, teils hängt eine einzelne EAN an mehreren ASINs gleichzeitig. Gelistet wurde dabei ausschließlich über die EAN, ASINs wurden nie selbst eingetragen.
Besonders zermürbend ist dabei die Rückmeldung des Supports, der wiederholt eine Erledigung bestätigt, ohne dass sich sichtbar etwas ändert. Bei einem Umfang von über 2.000 betroffenen Datensätzen ist eine manuelle Korrektur Fall für Fall praktisch ausgeschlossen.
Für solche strukturellen Katalogprobleme reicht der reguläre Supportweg erfahrungsgemäß nicht aus. Wirksamer ist eine Eskalation über den spezialisierten Katalog- oder Brand-Registry-Support mit einer vollständigen, strukturierten Aufstellung der betroffenen Datensätze, inklusive korrekter EAN, aktuell fälschlich zugeordneter ASIN und Nachweis der GS1-Registrierung.
Hilfreich ist zudem, den Fehler nicht als Einzelfall, sondern ausdrücklich als systematisches Problem nach einem Katalog-Update zu beschreiben und dabei den Zeitpunkt zu benennen, ab dem die Fehlzuordnungen auftraten. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Fall an ein technisches Team statt an den Standardprozess weitergeleitet wird.
Präventiv empfiehlt sich, in regelmäßigen Abständen einen Abgleich der eigenen EAN-ASIN-Zuordnungen zu exportieren und zu archivieren. Ein solcher dokumentierter Ausgangszustand ist im Fehlerfall die beste Grundlage, um gegenüber der Plattform belegen zu können, wie die Zuordnung ursprünglich korrekt aussah.