Mehrere Händler berichten von einem beunruhigenden Phänomen in der Google-Suche: Sowohl in Google Shopping als auch in den organischen Suchergebnissen erscheinen unter dem eigenen Markennamen und mit eigenen Produktbildern plötzlich Links zu völlig fremden Shops.
Betroffene Händler müssen deshalb teils mehrmals täglich Markenrechtsverletzungen bei Google melden, ohne dass eine dauerhafte technische Lösung in Sicht wäre. Der zuständige Google-Account-Spezialist verweist häufig lediglich auf sogenanntes Brandbidding durch Wettbewerber, was das Phänomen in den organischen Suchergebnissen aber nicht ausreichend erklärt.
Für die betroffene Marke bedeutet das nicht nur direkten Umsatzverlust an die fremden Shops, sondern auch ein Vertrauensproblem, wenn Kunden über den vermeintlich eigenen Markennamen auf einen völlig anderen, möglicherweise unseriösen Anbieter geleitet werden.
Wer regelmäßig von diesem Problem betroffen ist, sollte eine strukturierte, dokumentierte Melderoutine bei Google etablieren und zusätzlich die eigene Markenüberwachung ausbauen, etwa durch regelmäßige gezielte Suchen nach dem eigenen Markennamen in Kombination mit Konkurrenzprodukten, um neue Fälle frühzeitig zu erkennen, statt nur reaktiv auf Kundenhinweise zu warten.