Ein Händler stößt im Gespräch mit dem Amazon-Support auf einen Hinweis zu Amazon Warehousing and Distribution, kurz AWD, einem vorgeschalteten Massen-Lager-Service, der große Warenmengen in der Nähe von Logistikzentren lagert und die eigentlichen Prime-Logistikzentren automatisiert auffüllt.
Nach Angaben des Supports soll dieses Programm bereits in der EU und explizit auch in Deutschland verfügbar sein und dabei helfen, die üblichen Lagerbestandsobergrenzen im regulären FBA-Programm zu umgehen. In der eigenen Seller-Central-Oberfläche wird das Programm für den deutschen Marktplatz zum Zeitpunkt der Anfrage jedoch noch als nicht verfügbar angezeigt.
Diese Diskrepanz zwischen mündlicher Auskunft des Supports und tatsächlich sichtbarer Verfügbarkeit im System ist bei neuen oder sich in der Einführung befindlichen Amazon-Programmen keine Seltenheit und erschwert Händlern eine verlässliche Planung, wann und wie ein Programm tatsächlich genutzt werden kann.
Für Händler mit hohem Lagerbestand, die regelmäßig an die Grenzen der zulässigen FBA-Lagerbestandsobergrenzen stoßen, lohnt sich eine direkte, schriftliche Nachfrage beim Verkäufer-Support zur tatsächlichen Verfügbarkeit von AWD für das eigene Konto, um bei tatsächlicher Freischaltung frühzeitig von den potenziellen Vorteilen einer entzerrten Lagerlogistik profitieren zu können.